19./20. Nov. 2016 Grotte de la Malatière Martin Kuser
Durchgeführt  leider nur mit einer Familie
Teilnehmer 3 Damen, 2 Herren (inkl. TL)

Bericht von Martin

Fahrt bei strömendem Regen ins Franche-Comté. Mittagessen bei den ersten Sonnenstrahlen an der Source Bleue du Cusancin, welche heute braunes Hochwasser führt.

Weiterfahrt zum Rivière souterraine de Lanans. Von Jägern beschützt kriechen wir unter Fledermäusen und Nachtfaltern in die Höhle. Bald wird der Gang höher und höher. Spreizend und stemmend klettern wir hoch über dem gurgelnden Fluss weiter, bis es uns zu nass wird. Draussen empfängt uns die Sonne wieder.

Fahrt zur Uebernachtung zur Forge d’Isidore und am andern Morgen zur Grotte de la Malatière.

Abseilend gelangen wir in die Höhle und folgen einem grossen Gang. Doch schon wird es eng: riesige Tropfsteine füllen den Gang fast vollständig aus. Dann stehen wir vor der „Cathédrale“, einem riesigen Sintergebilde. Links weg geht’s durch einen Schluf in eine Märchenwelt. Erneut auf allen Vieren steigen wir zur Salle du Pilier auf, welche ihrem Namen Ehre macht. Danach wird es wieder niedrig. Kaum wird der Gang gross, versteigt sich der Führer. In schmierige Tiefen steigen wir und kommen fast nicht mehr zurück nach oben. Dabei hat er doch selber auf den Plan gekritzelt „beim Abschwung links weg“. Durch einen schiefen Ellipsengang robben wir weiter. Bald turnen wir hoch über einem Abgrund zur letzten Kriechstelle, dem Laminoir (Walzwerk). Endlich sind wir im grossen Hauptgang „le Métro“. Gemütlich spazieren wir im Bett des ehemaligen Höhlenflusses und bestaunen die Tropfsteingebilde neben und über uns. Hin und wieder ist der Gang mit Blöcken oder Sinterformationen verstellt, so dass man sich gerne an den installierten Seilen hält.

Bald sind wir am Ende angelangt. Nach einer Mittagspause geht’s auf dem gleichen Weg zurück. Die Sonne scheint bis zum Schachtgrund, von dem wir uns am Seil wieder aus der Höhle ziehen.