9. Mai 2017 Altstadtführung St. Gallen Theres Riedlinger

Bericht von Theres Riedlinger

Am Gallusspitz haben wir mit der Führung angefangen. Auf diesem Platz steht eine Plastik des „Gründervaters“ dieser Stadt, des hl. Gallus, der sich hier im Jahr 612 niederliess. Hier nahm die städtische Siedlung ihren Anfang und stehen auch die ältesten Häuser aus dem 10. Jhd. Nun begaben wir uns ins Klosterviertel, warfen kurz einen Blick auf den Eingang der Stiftsbibliothek, betraten die Kathedrale, die schönste spätbarocke Kirchenanlage des Bodenseeraums (1755-66), den Bischofspalast und die heute städtisch genutzten Gebäude. Von weitem sahen wir die Reste der Trennmauer zwischen dem reformierten St. Gallen mit der St. Laurenzenkirche und dem katholischen Klosterbezirk, letztes Überbleibsel der nachreformatorisch geteilten Stadt. Den 2. Schwerpunkt legte unsere Stadtführerin auf die Blütezeit der Leinenweberei mit all den schönen Häusern aus Stein oder Fachwerk, mit und ohne Erker, je nach Mode der Zeit. Auch das Fachwerk wurde eine gewisse Zeit mit Drahtgitter und Verputz überspannt, weil es vornehmer wirkte. Auf das Leinen folgte kurz die Baumwolle und dann die berühmte St. Galler Stickerei. Zum Schluss ging’s zur Steinachschlucht mit dem Mühleggbähnli. Mit diesem fuhren wir nach St. Georgen, wo wir das Mittagessen einnahmen und anschliessend mit den Wanderlustigen noch über die drei Weihern und dem Freudenberg zum schwarzen Bären zogen.