17. Mai 2018 Binn – Twingi – Grengiols Hans Richner
Teilnehmer 8 Damen, 5 Herren (inkl. TL)

Bericht und Bilder von Hans Richner

Der Postautokurs von Fisch nach Binn erforderte einen frühen Start in Zürich um 6 Uhr. Im Hotel Ofenhorn war man eben an den Öffnungsvorbereitungen für den nächsten Tag, doch freundlicherweise konnten wir bereits einen Kaffee erhalten.
Birnbäume und Kirschbäume standen hier gerade in voller Blüte wie wir unsere Wanderung bei wolkig aufheiterndem Himmel begannen. Bald wanderten wir auf dem ehemaligen Strässchen durch die wilde Twingischlucht. Eben wurde der Weg von den Spuren des harten Winters von Steinen, Holz und Lawinenschnee geräumt. Gewaltige Schneemengen haben die Lawinen unten im Bach des tiefeingeschnitten Tobels abgelagert.
An gut besonnten Felsen am Weg konnten wir eine botanische Rarität beobachten, erste blühende Walliser Levkojen. Am Ende der Schlucht ging es auch auf unserem Weg hinunter zur Binna und über ein altes Steinbrücklein. Leicht ansteigend erreichten wir Blatt mit einer Kapelle und einem angenehmen Rastplatz für den Mittagshalt.
Auf einem aussichtsreichen Weg und Strässchen wanderten wir nun in Richtung Grengiols. Durch verschiedene Tobel und Gräben donnerten im Winter und Frühling die Lawinen vom Breithorn her zu Tal und überquerten dabei diesen Weg, wovon wir eine Grosse noch überschritten. Nahe über dem Dorf auf einem Hügel, der Chalberweid, besuchten wir nun die nur hier heimische wilde Tulpenart Tulipa grengiolensis. In den achtziger Jahren fast ausgestorben können heute dank Pro Natura, einer gegründeten Tulpenzunft und weiteren wieder an die 3000 Tulpen, meist die gelbe Sorte, bestaunt werden. Sie gedeihen nur in Begleitung des Anbaus von Winterroggen.
Im Dorf unten hielten wir noch Einkehr im "Edelweiss" ehe es ganz bergab ging zur Station der MGB für die Heimreise.